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Vergleich · Messarchitektur

GA4 Standard, BigQuery oder ein eigener Event-Layer? Für die meisten reicht GA4 Standard. Ein eigener Event-Layer lohnt sich nur in klaren Fällen.

GA4 Standard ist kostenlos und kann mehr, als viele Vergleiche behaupten. Diese Seite nennt die dokumentierten Grenzen mit Quelle und sagt, ab wann ein eigener Event-Layer wirtschaftlich wird.

Wie wir vergleichen

  • Wir verkaufen die Alternative

    Das ist kein neutraler Testbericht. Deshalb stehen Preisstand, Annahmen und Rechenweg offen daneben.

  • Beide Ergebnisse stehen da

    Auch die Szenarien, in denen der Anbieter gewinnt. Ein Vergleich, der immer für uns ausgeht, wäre Werbung.

  • Nur belegte Zahlen

    Listenpreise mit Quelle. Wo ein Anbieter nicht veröffentlicht, steht keine erfundene Summe.

  • Deine Zahlen zählen

    Der Rechner nimmt deine Nutzer, dein Volumen und deine Laufzeit statt unserer Annahme.

Kurz gesagt

GA4 zu ersetzen ist selten das Ziel. Für die allermeisten Websites reicht GA4 Standard und der BigQuery-Export deckt den Rest ab. Ein eigener Event-Layer lohnt sich dort, wo das Ereignismodell selbst zum Produkt gehört, wo Rohdaten dauerhaft und ohne Aufbewahrungsgrenze gebraucht werden oder wo mehrere Systeme dieselben Ereignisse konsistent brauchen. Diese Seite hieß früher, GA4 zu ersetzen sei der Normalfall. Das war falsch.

Warum hier keine Rechnung steht: Für diese Seite gibt es bewusst keine Dreijahresrechnung. GA4 Standard ist kostenlos, GA 360 wird nur auf Anfrage bepreist. Eine gegriffene Listenzahl würde ein Ergebnis erzeugen, das nur unsere eigene Annahme bestätigt.

Im Einzelnen

Was GA4 Standard kann und was nicht

Punkt Google Analytics 4 FW Delta
Preis GA4 Standard ist kostenlos; GA 360 nur auf Anfrage einmalige Entwicklung plus Hosting und BigQuery-Kosten
Rohdatenexport BigQuery-Export ist auch in Standard verfügbar Rohdaten liegen von Anfang an in eurer Datenbank
Exportgrenze täglicher Batch-Export bis 1 Mio. Ereignisse pro Tag; Streaming ohne Volumengrenze, nach Volumen abgerechnet begrenzend ist eure Infrastruktur
Aufbewahrung 2 oder 14 Monate für Explorationen und Funnel; aggregierte Standardberichte sind nicht betroffen so lange, wie ihr die Daten aufbewahren wollt
Sampling in Explorationen ab einer Kontingentgrenze von 10 Mio. Ereignissen kein Sampling, dafür eigene Abfragekosten
Datenhoheit Verarbeitung bei Google nach dessen Bedingungen Verarbeitung dort, wo ihr die Systeme betreibt
Attribution Googles Modelle, in Standard eingeschränkt konfigurierbar euer Modell, dafür müsst ihr es selbst verantworten
Aufwand kurze Einrichtung, viel Fachwissen verfügbar Projekt mit Messplan, Umsetzung und Betrieb

Die Entscheidung

Was für welchen Weg spricht.

Ein eigener Event-Layer lohnt sich, wenn

  • Rohdaten länger gebraucht werden, als die Aufbewahrung erlaubt
  • das Ereignismodell selbst Teil eures Produkts ist
  • mehrere Systeme dieselben Ereignisse konsistent brauchen
  • die täglichen Exportgrenzen regelmäßig gerissen werden
  • die Auswertung reproduzierbar und versioniert sein muss

Bei GA4 bleiben, wenn

  • · Standardberichte und Explorationen den Bedarf decken
  • · die Ereignismenge unter den Exportgrenzen liegt
  • · ihr die Attribution von Google verwenden wollt
  • · niemand einen eigenen Datenbestand betreiben will
  • · Werbeplattformen ohnehin die Hauptabnehmer sind

Belegte Angaben

Belegte Angaben aus der Google-Dokumentation

  • GA4 Standard unterstützt den BigQuery-Export. Der tägliche Batch-Export ist auf eine Million Ereignisse pro Tag begrenzt. Für den Streaming-Export nennt Google keine Volumengrenze, er wird von BigQuery mit rund 0,05 US-Dollar je Gigabyte abgerechnet.

    Stand 2026-08-10 · Quelle

  • Die Aufbewahrungsdauer in GA4 lässt sich bei Standard-Properties auf 2 oder 14 Monate setzen. Sie wirkt auf Explorationen und Trichterberichte. Die aggregierten Standardberichte sind davon nicht betroffen.

    Stand 2026-08-10 · Quelle

  • Stichproben in GA4-Explorationen beginnen oberhalb von zehn Millionen Ereignissen bei Standard-Properties und bis zu einer Milliarde bei 360-Properties. Das ist eine Schwelle für die Abfrage in Explorationen, keine monatliche Erfassungsgrenze.

    Stand 2026-08-10 · Quelle

Wenn du wechseln willst

Was danach passiert

  1. 30 Minuten

    Gespräch

    Wir gehen deine Ausgangslage durch und sagen ehrlich, ob sich ein Wechsel für dich rechnet.

  2. innerhalb von fünf Werktagen

    Festpreisangebot

    Mit Umfang, Annahmen und dem, was ausdrücklich nicht enthalten ist.

  3. je nach Umfang

    Umsetzung und Übergabe

    Zugriff auf den Code ab Tag eins, Anleitung am Ende, keine Pflicht zur Weiterbeauftragung.

Häufige Fragen

Stimmt es, dass BigQuery-Export nur mit GA 360 geht?

Nein, das ist ein verbreiteter Irrtum. Der BigQuery-Export ist auch für Standard-Properties verfügbar. Begrenzt ist der tägliche Batch-Export auf eine Million Ereignisse pro Tag; der Streaming-Export hat keine genannte Volumengrenze und wird über BigQuery nach Datenmenge abgerechnet.

Verliere ich nach 14 Monaten alle Daten?

Nein. Die Aufbewahrungseinstellung betrifft Explorationen und Funnel-Berichte. Aggregierte Standardberichte sind davon nicht betroffen. Wer Rohdaten länger braucht, exportiert nach BigQuery.

Was bedeuten die 10 Millionen Ereignisse?

Das ist die Kontingentgrenze, ab der Explorationsabfragen bei Standard-Properties auf einer Stichprobe rechnen. Es ist keine monatliche Obergrenze für die Datenerfassung.

Empfehlt ihr, GA4 abzuschalten?

In aller Regel nicht. Ein eigener Event-Layer ergänzt GA4 meist, statt es zu ersetzen. Die Werbeplattformen brauchen ihre eigenen Signale ohnehin weiter.

Nächster Schritt

Erst messen, dann entscheiden

Der Tracking Check zeigt, ob dein Problem an GA4 liegt oder an der Messung davor.

Antwort innerhalb von 24 Stunden. Keine Verpflichtung, vertraulich.